Die Weide ist ein charakteristischer Baum feuchter Landschaften und besonders häufig an Flüssen, Bächen und anderen Gewässern anzutreffen. Für die traditionelle Pflanzenheilkunde spielt vor allem die Silberweide eine wichtige Rolle.

Ihre Rinde enthält unter anderem Salicin und verwandte Salicylate sowie Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Salicin wird im Körper zu Verbindungen umgewandelt, die mit der bekannten Salicylsäure verwandt sind.

Weidenrinde wird traditionell bei leichten Schmerzen und fieberhaften Erkältungen sowie bei Beschwerden des Bewegungsapparates verwendet. In der Kräuterkunde findet sie daher insbesondere bei Kopf-, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie bei rheumatischen Beschwerden Erwähnung.

Auch äußerlich können Weidenrinden-Auszüge Bestandteil kosmetischer und hautpflegender Zubereitungen sein.

Die Weide ist damit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie traditionelle Pflanzenkunde und moderne Arzneimittelgeschichte miteinander verbunden sind.