Der Löwenzahn gehört zu den bekanntesten heimischen Wildkräutern und ist weit mehr als nur eine gelbe Frühlingsblume. Typisch sind seine gezähnten, rosettenartig angeordneten Blätter, der hohle Blütenstängel und die leuchtend gelben Blütenkörbchen. Fast die gesamte Pflanze enthält einen weißen Milchsaft.

Löwenzahn enthält unter anderem Bitterstoffe, Flavonoide, Inulin, Triterpene, Vitamine und Mineralstoffe. Besonders die enthaltenen Bitterstoffe machen ihn zu einer beliebten Pflanze in der traditionellen Kräuterkunde.

Traditionell wird Löwenzahn vor allem zur Unterstützung von Leber, Galle und Verdauung eingesetzt. Er gilt außerdem als stoffwechselanregend und wird gerne im Rahmen von Frühjahrskuren verwendet. Auch in der Volksheilkunde bei Harnwegsbeschwerden sowie rheumatischen und arthrotischen Beschwerden hat der Löwenzahn einen festen Platz.

Auch kulinarisch ist die Pflanze vielseitig: Junge Blätter können Salate und Wildkräutergerichte bereichern, aus den Blüten lassen sich Sirup oder Gelee herstellen und die Wurzel kann beispielsweise für Kräuterauszüge verwendet werden.

Der Löwenzahn zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll eine Pflanze sein kann, die beinahe vor jeder Haustür wächst.