Giersch ist vielen Gartenbesitzern vor allem als besonders ausdauerndes „Unkraut“ bekannt. Dabei gehört er zu den wertvollen heimischen Wildpflanzen und kann sowohl in der Kräuterküche als auch in der traditionellen Pflanzenkunde genutzt werden.
Er gehört zur Familie der Doldenblütler. Charakteristisch sind seine meist dreigeteilten Blätter und die weißen Doldenblüten, die im Sommer erscheinen. Giersch enthält unter anderem ätherische Öle, Flavonoide, Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Eisen.
Bereits sein botanischer Name „podagraria“ weist auf seine traditionelle Verwendung hin: „Podagra“ bezeichnet die Gicht im Fuß. In der Volksheilkunde wird Giersch daher insbesondere bei Gicht sowie rheumatischen und gelenkbezogenen Beschwerden verwendet.
Traditionell findet er außerdem bei Stoffwechsel- und Verdauungsbeschwerden sowie zur Unterstützung der Harnwege Verwendung. Frische, zerdrückte Blätter wurden äußerlich auch bei Insektenstichen oder kleineren Hautproblemen eingesetzt.
Besonders beliebt ist Giersch in der Wildkräuterküche. Junge, zarte Blätter erinnern geschmacklich an eine Mischung aus Petersilie und Karotte und eignen sich beispielsweise für Suppen, Aufstriche, Pesto, Kräutersalz und Salate.
Wichtig: Doldenblütler nur sammeln, wenn die Pflanze sicher bestimmt werden kann, weil es innerhalb dieser Pflanzenfamilie auch giftige Arten gibt.
